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Traumdeutung Gericht

Gericht / GerichtsgebÀude



Lösung von Problemen - Welches Problem bin ich zu lösen bereit? Wo fĂŒrchte ich mich vor Verurteilung?



Es gibt keinen strengeren Herrn als die Seele. Sie verlangt von uns, daß wir das tun, was zu ihrem und damit zu unserem Heile ist. Da jenes innere Zentrum, das Selbst, unsere Ganzheit im Dienste des großen Lebens zusammenbringen will, hat sie immer wieder auf das hinzuweisen, was innere Notwendigkeit ist, was im Raume des uns gesetzten Schicksals zu erfĂŒllen bleibt. Kein Mensch lebt ein volles Leben, ohne durch Schuld, anderen und sich gegenĂŒber, hindurch zu gehen. Das GefĂŒhl der Schuld kann im Erleben des tapferen und verantwortungsvollen Menschen zu einem großen Bildner des Charakters werden. Der Traum lebt in der großen ethischen Haltung einer echten Verantwortlichkeit gegen Umwelt und Innenwelt. Vergeht sich der Mensch am Rechten, am Richtigen, das er zu erfĂŒllen hĂ€tte, dann wird er im Traume hĂ€ufig vor das innere Gericht geladen. Dessen Strafen sind außerordentlich hart. Sie mĂŒssen dem TrĂ€umer seine Schuld und Aufgabe bewußt machen. Die Strafen können darin bestehen, daß man vor sich selbst und der inneren Traumöffentlichkeit an den Pranger gestellt wird. Schlecht bekleidet, verschmutzt, oft in seltsam lĂ€cherlichem Aufzuge findet man sich zur grĂ¶ĂŸten eigenen Pein auf öffentlichem Platze. Man wird verspottet, von uns, in uns verspottet, mit hĂ€ĂŸlichen Schimpfnamen belegt. Besonders augenscheinlich geschieht auch ein solches Urteil, wenn uns ein minderwertiger Mensch sozusagen als AushĂ€ngeschild, beigestellt wird. Es braucht viel, bis der Mensch zum Bewußtwerden seines Selbst kommt. Er muß oft erst hingerichtet werden, gerichtet auf das, was sein Selbst mit ihm vorhat.



TrĂ€ume der Menschen um vierzig wissen von solchem Vollzug eines inneren Urteils zu berichten. Man ist zum Tode verurteilt, nĂ€mlich zum Tode der bisherigen Lebenseinstellung. Man muß sterben, einen Tod durchleiden, damit man gereinigt und reifer wieder leben kann. Hi und da steht der TrĂ€umer selbst als Offizier Wache, damit die Hinrichtung seiner selbst nicht durch KrĂ€fte, die solche bittre Wandlung nicht erkennen wollen, verhindert wird.



Die Seele ist ernst und sachlich, ist ohne Mitleid und doch gĂŒtig. Manchmal bedarf ihr Mensch, fĂŒr den sie verantwortlich ist, nur einer grĂ¶ĂŸeren Einsamkeit, eines Eingeschlossenseins mit sich selbst. Dann wird er zu GefĂ€ngnis verurteilt, er ist aber bereits im GefĂ€ngnis. So ist man auch etwa der Gefangene seiner GefĂŒhle, gebunden an Dinge oder Menschen, an die man nicht gebunden sein sollte. Auch das wird im Traum realistisch dargestellt.



Befindet sich der TrĂ€umende in einem Gericht, wohnt einer Verhandlung bei oder tritt als Zeuge, Richter, Anwalt, Schöffe, Angeklagter oder in einer anderen Form bei Gericht auf, ist dies immer ein Zeichen dafĂŒr, daß er ĂŒber sich selbst zu Gericht sitzt. Diese Traumsymbole können ausdrĂŒcken, daß er sich zu kritisch betrachtet, sich selbst gegenĂŒber, oder im Umgang mit anderen zu wenig Toleranz aufbringt oder mehr zu bestimmten Emotionen oder Verhaltensweisen und Handlungen stehen soll. Sie drĂŒcken aber auch aus, daß er sich darum bereits bemĂŒht. Zuweilen steht auch der Wunsch nach Rache dahinter. Wird man vor Gericht geladen, kann das vor den AnsprĂŒchen anderer warnen, gegen die man sich rechtzeitig wehren muß. Vor Gericht stehen und angeklagt sein ĂŒbersetzt vielleicht auch die Angst, daß wir im Alltagsleben Freunde verlieren könnten. Wird man verurteilt, liegt irgend ein dunkler Punkt auf unserer Seele oder es kĂŒndigt Undank und EnttĂ€uschung an. Sieht man nur das GerichtsgebĂ€ude, so macht man sich nur unnötig Sorgen um sein Privatleben.



- Abrechnung mit sich oder der Umwelt;

- sehen: man wird sein Recht suchen mĂŒssen;

- Zuschauer im Gerichtssaal sein: unbewußte Erinnerungen tauchen auf in Verbindung mit einem schlechten Gewissen ĂŒber einem frĂŒheren Fehler oder eine Tat; Eine Warnung. Man schließe keine grĂ¶ĂŸeren GeschĂ€fte ab, sonst wird jemand versuchen, einem wegen Betruges zu beschuldigen.

- sich vor einem befinden: verheißt dem TrĂ€umenden, daß er sein Recht finden wird;

- (mit ihm zu tun haben): du mußt auf deinem Recht bestehen;

- eine Vorladung bekommen: man wird unter Nachstellungen leiden; man versucht einem eine Schuld aufzubĂŒrden;

- selbst vor eines ziehen: beinhaltet einen geschÀftlichen Verlust;

- Gerichtsverhandlung: Nahgeben ist besser, wenn man einen zu starken Gegner hat. Der Erfolg stellt sich spÀter ein.

- verurteilt werden: Verluste; man wird Undank fĂŒr eine Tat erhalten, fĂŒr die man Dank erwarten durfte;

- Zeuge vor einem sein: man wird jemandem in einer schwierigen Lage helfen mĂŒssen;

- an einer gerichtlichen Untersuchung teilnehmen: bedeutet Wohlstand;

- selbst ĂŒber einen Menschen Gericht halten: man fĂŒhlt sich von einer Person verletzt und geht einer offenen Aussprache aus dem Weg;

- FĂŒr eine Frau bedeutet eine Gerichtsverhandlung einen Verehrer, dessen VorzĂŒge sie bislang nicht zu schĂ€tzen wußte. Es wĂ€re klug von ihr, der Sache nachzugehen und diese Freundschaft zu entwickeln.

- Gerichtssaal sehen: bedeutet UnglĂŒck;

- Gerichtssaal verlassen: bringt eine gute Entscheidung in einer Angelegenheit, die schon viel Ärger verursacht hat.



Siehe Anklage Richter Vater






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