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Traumdeutung Fahrschein

Fahrkarte / Fahrschein



Wir haben unsern Fahrschein zu lösen, psychologisch ausgedrĂŒckt: wir haben mit Energien, das ist in der Tageswelt mit Geld, zu bezahlen, denn keiner lebt gratis, kommt ohne Opfer vorwĂ€rts; nur Kindsköpfe möchten alles geschenkt kriegen, wollen jeder Eigenleistung enthoben sein. Es wĂ€ren eine Menge TrĂ€ume zu erzĂ€hlen, deren Problematik sich um den Fahrschein, um das Billett, dreht. Aus der FĂŒlle nur dies: Fast in allen LĂ€ndern fĂŒhren die Bahnen mindestens zwei Fahrklassen, nach der Bequemlichkeit der Sitze, meist als Zweiter oder Erster Klasse bezeichnet. Der Fahrpreis richtet sich nach der Höhe des Komforts. Wer das Geld hat, fĂ€hrt auch im Traum besser. Geld ist aber zu ĂŒbersetzen mit verfĂŒgbarer Energie, Leistung, Persönlichkeitswert. Zudem weiß aber der Traum auch, daß dem einen vom Schicksal mehr gegeben ist als dem andern, und es fĂ€hrt mancher sonst wohlhabende und verwöhnte Mann im Traum in einem hĂ€ĂŸlichen und verlotterten Wagen. So sieht seine Fahrt von innen gesehen aus! Mehrfach wird erzĂ€hlt, daß man mit der Fahrkarte fĂŒr die zweite Klasse sich, man weiß selbst nicht warum, in die erste Klasse eingeschmuggelt hat - bekanntlich ein VergnĂŒgen, das sich Leute in ĂŒberfĂŒllten SonntagszĂŒgen gerne leisten. Hier aber ist der Klassenwechsel nicht so harmlos; deshalb auch die Angst, der Sachverhalt werde entdeckt, man hole sich vor den Mitreisenden eine beschĂ€mende Niederlage. Denn man sitzt ja im Lebenszuge, im Zuge des Lebens nicht da, wo man seinem Wesen und seiner Leistung nach hingehört. Man hat sich selbst erhöht, lebt ĂŒber seinem Niveau. (Wie schon gesagt, handelt es sich nie um die Ă€ußere, materielle Position. Auch sehr besitzende Leute, die fĂŒr jede ausgedehnte Fahrt ihr schönes Auto oder dann die beste Wagenklasse der Bahn benĂŒtzen, haben diesen beschĂ€menden Traum.) Umgekehrt kommt es in der Welt des Traumes auch vor, daß man in der niederen Wagenklasse sitzt und dabei die bessere Karte bei sich trĂ€gt. Meist holt uns der Schaffner, dieser Vertreter der inneren Kontrolle, an den richtigen Ort. Die moderne Symbolik der Eisenbahnfahrt ist außerordentlich reich in der Betonung von Einzelheiten. So streckt ein TrĂ€umer seine sehr verdreckten Schuhe auf den Sitz gegenĂŒber, auf dem eine Fremde Platz nehmen möchte; oder es wird erzĂ€hlt, daß man wider gewohnte Übung "rĂŒckwĂ€rts" sitzt mit dem Blicke nach der enteilenden Landschaft. Da geht eben der Blick der Seele nach dem Enteilenden, Vergehenden. Der Traum kennt sich aus in den verschiedenen Bahntypen. Er lĂ€ĂŸt uns im großen Überlandexpreß nach weiten Lebenszielen fahren. Es kann aber auch geschehen, daß ein Mann, der sich auf besonders bedeutender Lebensfahrt glaubt, im Gleichnis des Traumes erfahren muß, daß er in einem geschwĂ€tzigen LokalbĂ€hnchen sitzt. Ein Mann vor fĂŒnfzig war offenbar in eine fĂŒr diese Jahre bezeichnende Depression gefallen. Im Traume nun gedachte er, nach

seiner kleinen Heimatstadt zu fahren, seine Mutter aufzusuchen und lĂ€ngere Zeit bei ihr zu bleiben. Am Bahnhof aber ist die Karte nach dieser Station vergriffen, das gibt es offenbar fĂŒr ihn nicht mehr! dafĂŒr hĂ€ndigt man ihm eine Fahrkarte nach der Hauptstadt aus. Die Hauptstadt aber ist unser Selbst, ist konzentrierte Persönlichkeit. Zu seinem Erstaunen erkennt er als Fahrtgenossen FlĂŒchtlinge, Emigranten und Kriegsverwundete und sieht sich selbst als jungen Mann, damals, vor einer bedeutenden Leistung. In dieser Situation steht er; was er in sich bis jetzt wenig gut behandelt hat, muß gepflegt, muß gleichberechtigt werden. Dann kann eine neue Epoche, nĂ€mlich seine Persönlichkeit erreicht werden.



Fahrkarte symbolisiert Reiselust, neue PlĂ€ne und rĂ€umliche VerĂ€nderung, die Kraft und Energie, mit der man sich auf den weiteren Lebensweg macht und die Hindernisse ĂŒberwindet. Man wird dadurch auch aufgefordert, die frĂŒheren Erfahrungen mehr zu nutzen. Wer die Fahrkarte vor Antritt einer Reise im Traum nicht bezahlen kann, dem fehlen zur Durchsetzung seiner persönlichen PlĂ€ne ganz einfach die Mittel; er sollte also von einer VerĂ€nderung seiner augenblicklichen Lage Abstand nehmen. Hat man dagegen das Geld, um den Fahrschein zu bezahlen, wird man fortkommen und zielbewußt die nĂ€chste Lebensstation ansteuern können. Schwarzfahrer gibt es im Traumgeschehen auch - sie wollen eben den Versuch machen, möglichst billig ĂŒber die Runden zu kommen.



- der Lebensweg soll auf neuer Basis fortgesetzt werden; die lang erwartete Wendung zum Guten ist endlich da;

- lösen: man wird sich in Geduld fassen mĂŒssen; man hat die Kraft und Möglichkeit, alte Probleme zu lösen oder Hindernisse zu ĂŒberwinden.



Siehe auch Fahren Reise und die einzelnen Verkehrsmittel






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