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Traumdeutung Raum

AuffĂ€llig oft spricht der Traum von nicht benutzten RĂ€umen in der Wohnung; man entdeckt plötzlich solche. Das ist ein Teil unseres Wesen, der von uns nicht bewohnt wird; unsere Wohnung ist also grĂ¶ĂŸer, als wir denken. Da kann im Traume selbst die Aufforderung an uns ergehen, diese Zimmer zu benutzen, zu möblieren. Diese ZimmertrĂ€ume haben meist mit den psychologischen Funktionen zu tun. Hier kann noch einmal darauf hingewiesen werden, daß der Mensch die innere oder Ă€ußere Umwelt mit den Funktionen der Wahrnehmung, des Denkens, des FĂŒhlens und der ahnenden Intuition erfaßt. Jeder dieser Funktionen scheint nun ein Raum zu entsprechen. Bei jedem Menschen ist eine Funktion fĂŒhrend, mit Bewußtsein und Willen verbunden. Die Gegenfunktion in dieser Vierheit ist unbewußt, wenig entwickelt, primitiv. Im Laufe der persönlichen Entwicklung können auch die beiden benachbarten Funktionen bewußt herbeigezogen werden. Es tritt dann beispielsweise zum GefĂŒhl eine verfeinerte Wahrnehmung und eine gewisse intuitive FĂ€higkeit. Unbewußt bleibt die vierte Funktion, hier das Denken. Es ist projiziert auf Menschen der Umwelt, wird an ihnen erlebt. Es haben manche Menschen TrĂ€ume, in denen zwei Zimmer bewußt ordentlich eingerichtet sind. Das erste Zimmer ist der Hauptraum, da lebt man. Das zweite hĂ€ufig benutzt. Im dritten Zimmer ist man selten, man weiß nicht recht, wie es aussieht. Gelegentlich gerĂ€t man dann in einen vierten dunklen Raum, von dem nicht einmal klar ist, wem er gehört. Er kann leer stehen oder mit unbekannten und seltsamen Dingen angefĂŒllt sein. Es wohnen auch etwa im dritten und vierten Raume des Traumes gegengeschlechtliche Personen. Man spricht wenig mit diesen, fĂŒrchtet sie ein wenig, diese Schatten.



Mehrfach wird auch erzĂ€hlt, ein oder zwei Zimmer gingen nach der dunklen Hofseite. Diese und Ă€hnliche TrĂ€ume, hier zusammengefaßt, sind kaum anders zu deuten als von der Funktionsleere der komplexen Psychologie her. Das erste Zimmer ist der Ort der Hauptfunktion. Das zweite die erste Nebenfunktion. Das dritte Zimmer, bei einem Mann etwa vermietet an eine Frau, enthĂ€lt die dritte kaum mehr recht bewußte Funktionen. Das vierte Zimmer ist der unbeachtete, nicht als zugehörige empfundene Ort der vierten Funktion. Hie und da ist das dritte Zimmer in völlig anderer Bedeutung ein dritter Mensch, den man in die eigene Wohnung, etwa in die Ehe, aufgenommen hat. Es ergibt sich eine Dreieck- Situation. Wer von HĂ€usern, vom Haus und seinen RĂ€umen hĂ€ufig trĂ€umt, wird gut tun, die Anordnung und Lage der RĂ€ume zu skizzieren. Man macht dabei erstaunliche Entdeckungen!



Raum verkörpert oft das kollektive Unbewußte oder symbolisiert die Entfaltung im Lebensraum, der einem Menschen zur VerfĂŒgung steht; die genaue Bedeutung ergibt sich aus den individuellen LebensumstĂ€nden. Oft braucht der Mensch mehr Raum, um seine Möglichkeiten wirklich optimal nutzen zu können. Der TrĂ€umende muß sich mehr darum bemĂŒhen, seine Vorstellungen von der Begrenztheit seines Ichs zu ĂŒberwinden. Wenn der TrĂ€umende in seinem Traum den Raum, in dem er sich aufhĂ€lt, bewußt wahrnimmt, dann zeigt dies, daß er Zugang zu seinem Potential hat. Der Raum kann auch die IntimsphĂ€re des TrĂ€umenden darstellen, die durch einen anderen Menschen verletzt wurde.



Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist der Raum im Traum ein Bild fĂŒr ein kosmisches Zentrum- fĂŒr einen Ort, der "ist, war und immer sein wird". Diese Vorstellung kann die Sichtweise des TrĂ€umenden erweitern, die er derzeit von der Welt hat.



Siehe auch Haus






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