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Traumdeutung Menschenkot

Tiermist bringt Bauern Nutzen, Menschenkot ausgenommen; allen anderen bedeutet er Verdruß und Schaden und, wenn er beschmutzt, Krankheit. Nur Leuten, die ein schmutziges Handwerk betreiben, verschafft er Vorteile und nach Ausweis der Erfahrung Gewinn. Schaut man Menschenkot in großer Menge, so zeigt es viele unterschiedliche Übel an. Es verhĂ€lt sich damit folgendermaßen: Sieht man ihn auf der Straße, auf dem Markt oder auf einem öffentlichen Platz, macht er den Aufenthalt an den betreffenden Orten unmöglich, hĂ€ufig hindert er, in der Öffentlichkeit zu erscheinen, ja in einzelnen FĂ€llen mußten Leute, die das Traumgesicht nicht beachteten, mit ihrem Kopf große Übel bĂŒĂŸen. Ein ganz böses Vorzeichen ist es, wenn man sich mit Menschenkot, der von irgendwo herabrinnt, beschmutzt. Ich kenne aber jemand, dem es trĂ€umte, daß ihm ein Freund und reicher Bekannter, der mit ihm auf du und du stand, auf den Kopf mache. Dieser Mann erwarb das Vermögen seines Genossen und wurde sein Erbe. In einem anderen Fall trĂ€umte einer, das gleiche widerfahre ihm von einem armen Bekannten; er wurde durch diesen empfindlich geschĂ€digt und mit großem Schimpf ĂŒberschĂŒttet. Es war ganz folgerichtig, daß im ersteren Fall der BegĂŒterte seine FĂŒlle dem TrĂ€umenden vermachte, im letzteren aber der Arme, der nichts zu vererben hatte, den TrĂ€umenden verachtete und ihm Schimpf und Schande antat. TrĂ€umt jemand, er beschmutze sich selbst die Schenkel herab, so wird er sich unsĂ€gliche Übel heraufbeschwören und obendrein krank werden. Ein böses Vorzeichen ist es auch, ins Bett zu machen; es prophezeit langes Siechtum, denn nur Leute, die nicht mehr die Kraft haben, aufzustehen, und solche, die sterbenskrank sind, pflegen unter sich zu machen. Oft bedeutet das Traumgesicht wegen der Beschmutzung des Lagers Trennung von der Ehefrau und der Geliebten. Macht man in dem Haus, indem man wohnt, auf den Boden, wird man nicht lĂ€nger dort bleiben; denn an verunreinigten Orten verweilt man keinen Augenblick. Am schlimmsten und gefĂ€hrlichsten ist es wohl, im Tempel einer Gottheit, auf dem Marktplatz, auf der Straße oder in einem Bad seine Notdurft zu verrichten; dies prophezeit den Zorn der Götter, eine große Taktlosigkeit und eine empfindliche Geldstrafe, ferner bringt es Verborgenes zutage und erweckt hĂ€ufig Haß gegen den TrĂ€umenden. Entleert man sich sitzend auf seinem Abort oder einem festen Nachtstuhl und scheidet man viele Exkremente aus, so ist das fĂŒr alle ein gutes Zeichen; es bedeutet Erleichterung von Sorgen und jeglichen Beschwerden; denn der Körper fĂŒhlt sich nach dem Stuhlgang ganz und gar erleichtert. Von guter Vorbedeutung ist dieses Traumerlebnis, wegen des Namens, auch im Hinblick auf eine Reise und die RĂŒckkehr von Verreisten; den Stuhlgang nennt man bekanntlich Abtritt. (Das Wort aphodos bedeutet sowohl Abtritt, Abzug als auch Reise, RĂŒckkehr.) Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Entleerung am Strand, an Wegen, auf freiem Feld, an einem Fluß und an Seen gĂŒnstig ist und dasselbe bedeutet wie die auf einem Abort und daß ein solches Traumgesicht ganz folgerichtig in ErfĂŒllung geht. Der Betreffende verursacht nĂ€mlich an diesem Ort weiter keinen Schaden, und er selbst kann sich dort, ohne Anstoß zu erregen, erleichtern.



Siehe auch Abort (WC) Toilette






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