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Traumdeutung Etymologie

Etymologie (Lehre von der Herkunft der Wörter)



Die eigentliche Bedeutung der Eigennamen darf man im Hinblick auf die Auslegung nicht f√ľr unwichtig halten. Denn wenn bei gl√ľckverhei√üenden Voraussagen aufgrund der √ľbrigen Umst√§nde Namen von guter Vorbedeutung vorkommen, machen sie das Gl√ľck noch vollkommener; bei unheilvollen Prophezeiungen verringern sie das Ungl√ľck und schw√§chen es ab. Namen von √ľbler Vorbedeutung dagegen, die unseren W√ľnschen entgegengesetzt sind, steigern einerseits das Unheil, andererseits mindern sie den Segen. H√§ufig kann man schon aufgrund von den Eigennamen allein eine Voraussage treffen. So verhindern z.B. Menon, Mekrates und Kratinos (w√∂rtlich: der Ausharrende, der Standhafte, der Sieger) das Antreten einer Reise, Zenon, Zenophilos und Theodoros (w√∂rtlich: der Zeussohn, der Zeusgeliebte, der Gottgeschenkte) geben Kranken den Mut; Karpos, Elpidiphoros und Eutychos (w√∂rtlich: der Erfolgreiche, der Hoffnungsbringer, der Gl√ľckliche (= Felix)) verhei√üen gute Eink√ľnfte. Thrason, Thrasylos und Trasymachos (w√∂rtlich: der K√ľhne, der Beherzte, der k√ľhne K√§mpfer) muntern zum Handeln auf und mahnen, nicht zu zaudern. Ebenso mu√ü man bei den Frauennamen die Auslegung treffen. (F√ľr Griechen und R√∂mer war der Name von besonderer Wichtigkeit. Man gab einem Kind einen m√∂glichst gl√ľckverhei√üenden Namen, der ihm f√ľr seine Zukunft alles Heil sichern sollte. Zahlreich sind die griech. Namen, die etwas Sch√∂nes, Starkes, Erfreuliches bezeichnen.) Da√ü viele Auslegungen aus der eigentlichen Bedeutung der W√∂rter zu gewinnen sind, kannst du aus folgendem ersehen. Der Grammatiker Menekrates erz√§hlte folgendes Traumerlebnis: Einer, der sich Kinder w√ľnschte, tr√§umte, er begegne seinem Schuldner, bekomme das geliehene Darlehn zur√ľck und h√§ndige jenem eine Quittung dar√ľber aus. Soweit das Traumgesicht. Er berichtete weiter, da√ü der Mann, weil ihm keiner von den Traumdeutern in Alexandreia das Gesicht auslegen konnte, in seiner Ratlosigkeit, was denn das Traumgesicht bedeuten mag, zu Sarapis betete, er m√∂ge ihm das R√§tsel entschl√ľsseln. Und es schien ihm, der Gott sage im Traum: "Du wirst keine Kinder haben." Denn wer eine Quittung ausstellt, erh√§lt keinen Zins, Zins hei√üt aber auch das neugeborene Kind (Wortspiel: Tokos bedeutet sowohl Zins als auch Kind). Denke daran, da√ü die eigentliche Bedeutung gl√ľckverhei√üender W√∂rter unzuverl√§ssig ist, wenn nicht auch der Sachzusammenhang auf dasselbe hinausl√§uft. So tr√§umte z.B. der Rechtsgelehrte Paulus (Julius Paulus, der unter Septimus Severus oder Caracalla, aber auch unter Alexander Severus (222-235 n.Chr. bedeutender Jurist war)), als er einen Proze√ü vor dem Kaiser f√ľhrte, es leiste ihm ein gewisser Nikon (Nikon = Sieger) Rechtsbeistand. Dieser Nikon war jedoch vor Zeiten einmal in einem Proze√ü vor dem Kaiser unterlegen. Paulus achtete aber nur auf den Namen, w√§hrend ihm das Traumgesicht ganz nat√ľrlich und folgerichtig seine Verurteilung andeutete, weil Nikon den Proze√ü verloren hatte.






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