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Traumdeutung Abgrund

Gro├če Tiefe, Tiefgang, Unendlichkeit, Allumfassende Weite - Was liegt tief in meinem Inneren? Welche Grenzen brauche ich?





Ein Abgrund steht im Traum als Warn- oder Gefahrensignal. Von einem Abgrund zu tr├Ąumen, deutet darauf hin, da├č der Tr├Ąumende in sich selbst das sogenannte "Fa├č ohne Boden" oder die Leere erkennt. Dies ist ein Aspekt des Unbekannten, dem sich jeder Mensch irgendwann im Leben stellen mu├č.



Hinter dem Bild verbirgt sich ein riskantes Unterfangen, welches der Tr├Ąumende anzugehen hat, ohne zu wissen, was dabei herauskommen wird. Durch ihn werden kritische Situationen oder Lebensschwierigkeiten symbolisiert. Allerdings mu├č man den Zusammenhang betrachten. Der Abgrund deutet auch darauf hin, da├č sich der Tr├Ąumende mit Gegensatzpaaren wie richtig und falsch oder gut und b├Âse abfindet. Positiv ist jede Form der Bew├Ąltigung durch ├╝berfliegen, ├╝berspringen, Durchsteigen usw. und zeigt die ├╝berwindung der Schwierigkeiten an. Negativ ist es, vor dem Abgrund ratlos, schwindelig, gel├Ąhmt, erschrocken zu sein, wobei Angst zu haben auf Hilflosigkeit, Verzagtheit und Verzweiflung hindeutet.



Der Sturz in den Abgrund steht f├╝r das mutlose Versagen, f├╝r Lebensangst und Kapitulation vor der Gefahr. Folgende Symbole kommen recht oft mit ├Ąhnlicher Bedeutung vor:

- Das Unbewu├čte sieht eine Gefahr, die f├╝r denjenigen gegeben ist, der gesehen wird. (Aura des Ungl├╝cks.)

- F├╝hrt der Weg nur bis an den Abgrund und endet dann, bedeutet dies eine Warnung f├╝r den Tr├Ąumenden; er soll umkehren.

- Ganz nahe an einem Abgrund stehen warnt h├Ąufig vor einem "Absturz" in Kummer, Sorgen und Not, wenn man zum Beispiel

die bisherigen Absichten beibeh├Ąlt.

- In einen Abgrund schauen kann bedeuten, da├č man ins eigene Unbewu├čte blickt und dabei Dinge wahrnimmt, die man lieber nicht erkannt h├Ątte; vielleicht k├╝ndigt der Blick in den Abgrund auch bevorstehende Gefahren an, die sich aus dem eigenen Verhalten, Handeln und Wollen ergeben k├Ânnen. Man darf aber kommenden Gefahren tapfer entgegensehen, weil man sie rechtzeitig erkennt, da├č man ihnen ausweichen kann und sie meistern wird.

- Eine Br├╝cke ├╝ber den Abgrund finden: Man kann Schwierigkeiten ├╝berbr├╝cken, die sich im Wachleben vor einem auftun.

- H├Ąlt man sich im Traum an einem Gel├Ąnder fest und sah - angsterf├╝llt - in einen Abgrund (auch rei├čenden Strom, Sturzbach, Wasserfall usw.), so lebt man gerade in einer kritischen Situation, in der man sich gerade noch halten kann.

- War der Boden unter den F├╝├čen glitschig oder hatte die Br├╝cke Risse, ist das Problem noch nicht gel├Âst, die Belastung noch nicht durchgestanden. Eine Aufforderung, im eigenen Umfeld genauer hinzusehen, wer (oder was) einem zu Fall bringen k├Ânnte.

- Steht man aber auf festem, trockenem Boden, hat man eine Krise gerade bew├Ąltigt, hatte aber noch nicht die n├Âtige Ruhe, um den angefallenen Stre├č aufzuarbeiten. Hier ist Entspannung angesagt!

- Es kann aber auch sein, da├č ein steiniger, steiler oder beschwerlich aussehender Weg durch den Abgrund f├╝hrt. Dies ist dann ein Hinweis daf├╝r, da├č man sich seiner Situation bewu├čt werden und den Weg in seine eigenen Tiefen beschreiten soll. Der Traum weist auf eine Angst vor Kontroll- oder Identit├Ątsverlust oder vor dem Scheitern in irgendeiner Hinsicht. Positiver ausgedr├╝ckt: Es ist m├Âglich, die eigenen Grenzen oder gegenw├Ąrtigen Erfahrungen zu ├╝berschreiten.

- In den Abgrund hinuntersteigen: Man sollte den Grund f├╝r eine scheinbar ausweglose Lage finden, damit man sie leichter ├╝berwinden, also wieder nach oben kommen kann.

- Gleitet man in den Abgrund, ist das als noch massivere Warnung zu verstehen, zeigt vielleicht auch an, da├č man den

Schwierigkeiten nicht mehr entgehen wird. Man verliert in irgendeiner Angelegenheit den Boden unter den F├╝├čen.

- St├╝rzt man in einen Abgrund hinab, kann das eine bevorstehende pers├Ânliche Katastrophe ank├╝ndigen, die nicht mehr aufzuhalten ist.



Je nach den pers├Ânlichen Lebensumst├Ąnden bedeutet der Sturz auch, da├č man in ein unerwartetes Gl├╝ck fallen wird, insbesondere bei weicher Landung auf dem Grund. Oft steht aber auch seelischer Kummer ins Haus, manchmal setzt der Traum dann auch eine momentane Lage aus dem realen Leben ins Bild um (etwa den Sturz aus dem Bett, dem ein sofortiges Erwachen folgt).

Spirituell:

Die Unterwelt und niedrige Dinge erscheinen in Tr├Ąumen als Abgrund.



- G├╝nstig zu deuten ist es, wenn man Steine in den Abgrund wirft oder Felsbrocken hinabrollt; das symbolisiert die Befreiung von Sorgen und N├Âten, die wie ein Fels auf der Seele lasteten.

- Wirft man einen Menschen in den Abgrund, wird man sich voraussichtlich bald aus einer zwischenmenschlichen Beziehung l├Âsen, die nur noch eine Belastung darstellte.

- Sich davon abwenden: vor Tatsachen die Augen verschlie├čen.



- sehen: das Unbewu├čte sieht eine Gefahr, die f├╝r den gegeben ist, der gesehen wird; Aura des Ungl├╝cks;

- selbst hart an einem Rand stehen: Bef├╝rchtungen, Ann├Ąherung an eine gef├Ąhrliche Zone (Zeit) im Leben;

- in einen Abgrund sehen: Krankheit, drohendes Unheil, Unfall, auch das Scheitern gro├čer Pl├Ąne;

- hineinstarren: es droht eine Eigentumsbeschlagnahmung, Streitigkeiten und Vorw├╝rfe pers├Ânlicher Natur, so da├č man nicht in der Lage ist, mit Alltagsproblemen umzugehen;

- langsam in denselben hineingleiten: mit Tr├╝bsal und K├╝mmernissen ist zu rechnen;

- in ihn hineinst├╝rzen: eine gro├če Erbschaft; unverhoffte frohe Botschaft;

- andere in ihm sehen: die Lage eines anderen ist voraussichtlich katastrophal.



Siehe auch Absturz | Abst├╝rzen






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